Die Chronik

Unsere Vereinschronik beginnt mit der Gründung des Vereines Freiwillige Feuerwehr Adlkofen im Jahre 1895. In den folgenden Zeilen bekommen sie einen Einblick über unsere Vereinsarbeit und Dienste der Feuerwehr. Über Jahre hinweg wurde von verschiedenen Mitglieder viele Berichte gesammelt und Protokolle zusammengestellt und auf Ihre Weise dargestellt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim lesen.

 

Gründung der FFW Adlkofen 1895

 

Anlass für die Gründung

Warum sich die Gemeinde solange dagegen sträubte, eine echte Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen, ist nicht nachweisbar (wahrscheinlich wollten die Bürgermeister den Feuerschutznicht aus der Hand geben), ebenso lässt sich der Anlass, warum gerade 1895 in Adlkofen eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde, nur vermuten. E. J.Schröder schreibt in der Festschrift von 1985: „Möglicherweise haben zwei Brände in der Umgebung den Entschluss beschleunigt. Am 14.03.1895 waren nämlichim Anwesen des Söldners Götz von Garsberg Stadel und Remise niedergebrannt. Die Feuerwehr Jenkofen konnte die übrigen Gebäude retten. Nur sie wird in der Zeitung erwähnt. Am 22.5. desselben Jahres brannte dann das Anwesen Eberl (zum Haider) in Ried ab. Der Landshuter Zeitung zufolge sei es nur der Feuerwehr Reichlkofen zu verdanken gewesen, dass das Feuer nicht auf die mit Stroh gedeckten Häuser der Nachbarn übergegriffen habe. Zweifellos war es höchste Zeit, auch in der Gemeinde Adlkofen den Feuerschutz zu verbessern.“

Auch das Bezirksamt Landshut drängte die Gemeinde weiter, endlich freiwillige Feuerwehren zu gründen. Im Bayerischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz erscheint die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofen im Jahre 1895.  

 

Bgm. Thomas Straßer Gründungsvorstand, Josef Königbauer 1. Kommandant:

In der Festschrift von 1970schreibt E. J. Schröder: „1895 gründeten dann 25 Bürger der Gemeinde eineFreiw. Feuerwehr. Der Ökonom Josef Königbauer von Adlkofen wurde der 1.Kommandant, Glasermeister Georg Hunseder sein Adjutant. Weitere aktiveFeuerwehrmänner waren bei der Gründung: Martin Baumgartner,Distriktstraßenwärter, Adlkofen; Anton Deutinger, Söldner, Kleinegglkofen;Johann Daffner, Söldner, Nirschlkofen; Mathias Drahtschmid, Bauer, Schußrain;Andreas Eberl, Bauer, Läuterkofen; Jakob Forstmeier, Söldner, Nirschlkofen;Mathias Hubauer, Söldner, Baumgarten; Barth. Landersdorfer, Hausbesitzer,Adlkofen; Franz Ossner, Gütler, Schußrain; Paul Paringer, Gastwirt, Adlkofen;Michael Schabel, Söldner, Riedenberg; Sebastian Triller, Schreinermeister,Adlkofen; Alois Vohburger, Hafnermeister, Nirschlkofen; Johann Zehetbauer,Ökonom, Nirschlkofen; Josef Zehetbauer, Bauer, Läuterkofen; Thomas Straßer,Bauer und Bürgermeister, Stöckl am Eck.

Bürgermeister Straßer wurdeder 1. Vorstand. Außer den genannten aktiven Feuerwehrleuten traten nochfolgende Bürger bei bzw. unterstützten die Freiw. Feuerwehr finanziell: LorenzGiglberger, Wirt, Blumberg; Josef Meier, Hartlsöd; Johann Ritt, Musbach; GeorgKobauer, Riedenwies; Lorenz Holzner, Kleinegglkofen; Leonhard Bauer, Günzkofen;Georg Klugbauer, Krämer, Adlkofen; Georg Brahms, Untermusbach und Martin Kendl,Kleinbirken.“

 

Finanzierung der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofen:

„Über die Finanzierung der Freiw. Feuerwehr liegen noch genaue Unterlagen vor. Bei der Gründung wurden 66 Anteilscheine zu je 5,- M ausgegeben. Pfarrer Ziechenaus schenkte den seinen sofort wieder her. Sein Kooperator Martin Blümel hatte sogar zwei gekauft; auch er überließ die 10,- M der Kasse. Die Anteilscheine waren unverzinslich und wurden bis 1912 immer wieder ausgelost und in Bargeld umgewandelt. Das Eigenkapital bestand also aus 330,-M. Dazu hatte der Bürgermeister Straßer noch ein Darlehen zu 3 % Zins in Höhe von 200,-M gegeben. Nirgends geht jedoch hervor, dass auch die Gemeinde einen Beitrag geleistet hätte.“ Besonders fallen bei der finanziellen Unterstützung der 1. Kommandant Josef Königbauer mit 11 und sein Adjutant Georg Hunseder mit 10 Anteilscheinen auf.

 

Die Jahre hindurch (1895 -1995)

 

1895 – 1914

Von der Gründung bis ca. 1945 sind im Protokoll der Freiwilligen Feuerwehr nur spärliche Aufzeichnungen zu finden. Das erste Protokoll einer Generalversammlung erscheint überhaupt erst im Jahre 1911. Bis zum Jahre 1933 folgen weitere fünf. Erst ab 1935 findet man Protokolle lückenlos, jedoch häufig noch wenig ausführlich. Rückschlüsse auf die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofen lässt auch ein Tagebuch zu, welches die Einnahmen und Ausgaben von 1899 – 1938 enthält. Über die Beteiligung der Gemeinde an den Kosten der Feuerwehr, insbesondere für Anschaffungenvon Feuerlöschrequisiten, wie Spritze, Schläuche, Uniform usw., ist darin nichts zu finden. E. J. Schröder hat in den Festschriften 1970 und 1985 durch forschen in den Archiven diesen Zeitraum bereits genauer beschrieben, so dass im nachfolgenden Text immer wieder auf dessen Ausführungen zurück gegriffen wird.

 

Christbaumfeiern, Theater, Fahne:

Die Christbaumfeier zählt wohl zu den ältesten Einrichtungen der FFW, um die Vereinskasse „aufzufüllen“. So erscheint im Jahre 1898 in der Einnahmeseite des Tagebuches ein Reinertrag von 55 Mark. Diese Veranstaltung findet man bis zum Jahr 1913 jährlich wieder, jeweils mit dem Datum 31.12. versehen. Dass man sich auch an Christbaum feiernder Nachbarwehren beteiligte, belegt die Ausgabenseite. So wurden für die Christbaumfeier von Deutenkofen 1899 6 Mark ausgegeben. Auch die Teilnahme an der Christbaumfeier von Deutenkofen erscheint fast regelmäßig bis zum Jahr 1913.

Die 1. Theateraufführung der FFW mag wohl im Jahre 1901 stattgefunden haben, denn es war ein Reinertrag von 55 Mark für zwei Theateraufführungen zu verzeichnen. Leider ist nicht mehr festzustellen, welches Stück aufgeführt wurde und wer die Darsteller waren.

Wann die FFW Adlkofen in den Besitz einer Vereinsfahne kam, ist nicht genau nachzuvollziehen. Am 28.04.1899 werden für „1 Trauerband an die Fahne“ 2,50 Mark ausgegeben. Im Jahre 1912 werden dem Fahnenträger Höckinger „Für das Fahnentragen“ jedes Mal 1 Mark vergütet, 2 Mark schlagen sich auf der Einnahmenseite nieder („Von Höckinger für 2 Fälle Fahnentragen geschenkt“).

 

Patenverein in Wolfsbach:

Im Jahre 1913 war die FFW Adlkofen Patenverein für die Feuerwehr in Wolfsbach. Dabei entstanden folgende Ausgaben:

„20. Juni

Zur Fahne neue Goldfransen

7,14 Mark

 

12. Juli

1 Band als Paten-Erinnerung für Wolfsbach

8,50 Mark

(Das Erinnerungsband ist heute noch im Besitz der FFW Wolfsbach.)

 

 

20. Juli

Für Taferlbuben in Wolfsbach

2,50 Mark

 

20. Juli

Für Fahnenträger in Wolfsbach

2,00 Mark

 

Außerdem wurden (wahrscheinlich anlässlich des Festes) an Josef Dörfler in Landshut für neue Mützen 50 Mark ausgegeben“.

 

Hochzeiten:

Jedes Mitglied, das vor den Traualtar trat, erhielt ein Hochzeitspräsent im Wert von 5 DM. Es ist leider nicht nachvollziehbar, um welche Art von Geschenk es sich dabei handelte. Auch ist anzunehmen, dass sich die Mitglieder an der Hochzeitsfeier beteiligten.

 

Beerdigungen:

In der Ausgabenseite des Tagebuches erscheinen

 

„Für Leiche einbitten                         1,00 Mark

 Für 1 Hl. Amt                                  2,60 Mark

 2 rote Kerzen                                  2,40 Mark“

 

Daraus ist zu entnehmen, dass die Feuerwehrkameraden beim Tod eines Mitglieds benachrichtigt und zur Teilnahme an der Beerdigung gebeten wurden. Auch die Kosten für das Hl. Amt und für zwei rote Kerzen übernahm die Feuerwehr.

 

Finanzierung:

Außer den bereits erwähnten Einnahmequellen (Christbaumfeier, Theater) wurde von den Mitgliedern ein Beitrag erhoben. Ein Mitgliedsbeitrag betrug 0,60 M, für ein Ehrenmitglied 1,20 M. Im Jahr 1905 erscheinen die Mitgliedsbeiträge von 48 Mitgliedern und 5 Ehrenmitgliedern. Im Jahr 1906 werden Zuschüsse in Höhe von jeweils 50 M aus dem Kreisfond und aus Artikel 39 des Brandversicherungsgesetzes aufgeführt. 365 M schlagen 1907 aus 73 Anteilscheinen zu Buche, sowie ein Zuschuss von 25 M aus der Distriktkasse.

Auf der Ausgabenseite erscheinen neben den bereits erwähnten Ausgaben (Jubiläen, Hochzeiten…) jedes Jahr die Portokosten für den Jahresbericht (0,10 M), die Kosten für die Feuerlöschzeitung (2,85 M) und der Beitrag für den Landesverband (1,00 M). An größeren Ausgaben erscheinen in erster Linie die Rückzahlungen für Anteilscheine, aber auch die Kosten für Dienstkleidung (z. B. 1907: 437,87 M an Karl Geistbeck, Landshut und 161,40 M an Jos. Pollner für Röcke, 18,15 M an Georg Hunseder für Joppenfutter, 1913: 50 M an Jos. Dörfler für Mützen).

 

Ausrüstung der FFW:

E. J. Schröder schreibt inder Festschrift von 1970: „1899 lieferte die Maschinenfabrik Braun, Nürnberg, eine neue Löschmaschine. Es handelte sich um eine vierrädrige Saug- und Druckspritze, auf einem Wagen mit Federn montiert, hinten mit Bocksitz und Haspel. Die Anlage kostete 1580,- M. Zugleich wurden von derselben Firma dann noch 100m Schläuche und Zubehör gekauft, so dass sich die Rechnung schließlich auf 1738,- M belief. Die Gemeinde erbat dazu einen Zuschuss von derBrandversicherung in Höhe von 550,- M. Aus dem Fond für Feuerlöschwesen des Innenministeriums waren schon 180,- M, von der Distriktkasse 55,- M eingegangen.

1899 scheint übrigens das Jahr der Feuerwehr Adlkofen gewesen zu sein, denn es wurden auch noch Ausrüstungsgegenstände von der Firma Max Kohlndorfer, Landshut, im Wert von 344,05 M angeschafft. Darunter befanden sich eine Signaltrompete, ein Chargenhelm mit weißem Vollbusch, ein Chargenhelm mit rotem Seitenbusch und drei Chargenhelme mit schwarzem Seitenbusch sowie 47 Mannschaftshelme. Dazu wurde noch im Dezember ein „Feuerrequisitenhaus“ fertig, dessen Wert bei der Brandversicherung mit 200,- M beziffert wurde.“

Die Kosten für die Ausrüstung der FFW hatte damals, wie auch heute noch, in erster Linie die Gemeinde zu tragen.

 

Organisation der FFW:

Die Führung der FFW Adlkofen lag immer noch in den bewährten Händen ihrer Gründer. E. J. Schröder schreibt in der Festschrift von 1970: „Die Generalversammlungen fanden immer schon im Gasthaus Blumberg statt. Die erste Niederschrift darüber stammt leider erst aus dem Jahre 1911. Darin ist unter anderem zu lesen, dass der Ordnungszugführer Drahtschmid „in Anerkennung seiner langjährigen Dienstleistungals Ehrenmitglied aufgenommen wird“. Michael Schabl trat seine Nachfolge als Zugführer an und Peter Wagner aus Adlkofen wurde zum Zeugwart gewählt. 1913 ist Josef Königbauer nicht nur Kommandant, sondern zugleich auch Vorstand. Er erhielt von 31 Stimmen 29. Dieselbe Generalversammlung wählte folgende Dienstgrade: Adjutant, Kassier und Schriftführer: Georg Hunseder; Steigerzugführer: Franz Ossner; Spritzenzugführer: Josef Wagner Schreinermeister, Nirschlkofen; Sektionsführer: Josef Gallecker, Nirschlkofen; Ordnungsführer: Michael Schabl; Zeugwart: Peter Wagner.

Auch Ehrenzeichen wurden schon vor dem 1. Weltkrieg verliehen. Eines davon ging 1908 an den Bauern Andreas Eberl, Läuterkofen. Diese Ehrenzeichen waren 1884 vom König gestiftet worden.

 

1914 – 1918

Die FFW Adlkofen hatte auch den 1. Weltkrieg hindurch bestand, wenn auch die Aktivitäten stark zurückgingen. Jedoch hat sich die Wehr 1917 an einer Theateraufführung beteiligt, da auf der Einnahmeseite des Kassenbuches 30 Mark als „Anteil aus der Theateraufführung“ erscheinen.

Folgende aktive Feuerwehrleute von Adlkofen sind im 1 Weltkrieg gefallen: Martin Zehetbauer, Oberkühbach; Martin Drahtschmid, Schußrain und Josef Königbauer, Adlkofen. Für jeden von ihnen wurde ein Hl. Amt gelesen.

 

Neue „Feuerwehrjoppen“

Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde die Wehr mit neuen „Feuerwehrjoppen“ ausgerüstet, die wahrscheinlich die Gemeinde finanzierte, da keine Ausgaben im Kassenbuch der Feuerwehr erscheinen. Jeder Feuerwehrmann hatte aber in die Vereinskasse für seine „Joppe“ 12 Mark zu bezahlen, um diese wieder auszufüllen.

 

1919 – 1924

 

Josef Pollner wird neuer Kommandant:

Im Jahre 1919 tritt JosefKönigbauer, der die Wehr als Kommandant seit der Gründung geführt hatte, von diesem Amt zurück, bleibt aber Vorstand. Als neuer Kommandant wird Josef Pollner, Schneidermeister aus Adlkofen, gewählt. An der Anzahl der bereitserwähnten „Feuerwehrjoppen“ lässt sich auf ca. 30 aktive Mitglieder schließen. Auch das Vereinsleben kam schnell wieder in Gang. Bereits im Jahr 1920 erscheinen 150 Mark Einnahmen aus einer Theateraufführung.

 

Die Inflation macht sich bemerkbar:

In der Generalversammlung vom 30. Juli 1922 wird der Mitgliedbeitrag von 30 anwesenden Mitgliedern einstimmig von 50 Pfennig auf 2 Mark erhöht. Auch wurde das „Hochzeitspräsent“von 5 Mark als veraltet angesehen und erklärt, dass in Zukunft keine „Ehrungmehr geleistet wird, nicht in Geld oder Ware“.

Am 9. Juli 1923 erscheint eine Ehrengabe vom Kriegerverein Adlkofen in Höhe von 25.000 Mark. Die Feuerlöschzeitung für ein Dreivierteljahr kostete 1.500 Mark, die Abstellungskarte für diese 40 Mark und das Porto dafür 30 Mark. Das Kassenbuchweist keine Bilanz mehr auf. Das Geld war restlos entwertet.

 

Neubeginn:

Am 16. März fand im Gasthaus zu Blumberg eine Generalversammlung mit „Wahl der Schargen“ statt.

Gewählt wurden:

Vorstand                                  Josef Königbauer, Adlkofen

Hauptmann                              Josef Pollner, Adlkofen

Spritzenzugführer                      Seb. Wiesmeier, Günzkofen

Sektionsführer                           Georg Kuglbauer, Adlkofen

Adjutant                                   Andreas Maier, Stöckl am Eck

Kassier und Schriftführer          Georg Hunseder, Adlkofen

Steigerzugführer                      Fran zOßner, Schußrain

Die Wahl wurde durch allgemeine Abstimmung vollzogen. Weiter wurde beschlossen, dass der Mitgliedsbeitrag für die Dauer eines Jahres 1 Mark sei und eine Aufnahmegebühr für neueintretende Mitglieder nicht erhoben wird.

Zur Aufbesserung der Kasse wurde ein Ball veranstaltet, die Versicherungsgesellschaft Union zu Stettin stiftete als Brandbeihilfe bei einem Feuer in Pettenbach 50 Mark. Außerdem waren 45 Mitgliedsbeiträge zu je 1 DM zu verzeichnen, so dass nach Abzug derAusgaben 105,40 DM in der Kasse verblieben.

 

1924 – 1934

Theateraufführungen, Bälle, Christbaumfeiern:

Nachdem sich nach der Inflation das Leben wieder mehr beruhigt hatte, blühte auch das Vereinsleben in der FFW Adlkofen wieder auf, galt es doch die Vereinskasse wieder etwas aufzufüllen. Theateraufführungen waren bei der FFW Adlkofen seit ihrer Gründung eine Art fester Bestandteil gewesen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sie in den 20er Jahren im Besitz einer eigenen Bühne ist und an die Jungfrauenkongregationund an den Kriegerverein gegen eine Gebühr auslieh.

Ab dem Jahr 1924 erscheinen immer wieder Einnahmen aus Bällen. Aber auch Ausgaben aus solchen Veranstaltungen schlugen zu Buche. So ist für den 30. Januar 1927 eine „Lustbarkeitssteuer vom Balle“ in Höhe von 10 Mark aufgeführt.

Im Jahre 1929 konnte die Vereinskasse aus einer Christbaumfeier 56,20 Mark verbuchen, von denen 3 Mark Steuer abgeführt werden mussten. Diese Einnahme war neben den Mitgliedsbeiträgen, welche ungefähr dieselbe Höhe betrugen, die einzige größere Einnahme in diesem Jahr. Außerdem wurden die Finanzen der Wehr gelegentlich durch Zuschüsse von Versicherungsgesellschaften aufgebessert, so erscheint im Jahr 1930 ein Zuschuss in Höhe von 100 DM von der Magdeburger Versicherungsgesellschaft.

Ausschluss aus der FFW:

Im Protokoll der Generalversammlung vom 19. März 1927 in Blumberg heißt es: „Diejenigen Feuerwehrmitglieder, welche schon bereits seit mehreren Jahren den Übungen fernbleiben, und bei der nächsten Übung wieder nicht erscheinen aus der Freiw. Feuerwehr auszuschließen. Die Ausrüstung ist in ordentlichem Zustand abzuliefern. Diese Verfügung wurde von sämtlichen anwesenden Mitgliedern begutachtet.“

 

Ehrung für 15jährige Dienstzeit:

Im selbigen Protokoll heißtes weiter: „…dass die Ehrenurkunde sämtlichen Mitgliedern für 15jährige Dienstzeit verliehen wird und die Auslagen von der Vereinskasse beglichen werden.“

 

Josef Königbauer wird Ehrenvorstand:

Aus dem Protokoll der Generalversammlung von 1933 ist zu entnehmen, dass Josef Königbauer „in Anbetracht seiner besonderen Verdienste zum Ehrenvorstand ernannt“ wird. Die Wahl der Vorstandschaft brachte folgendes Ergebnis:

Vorstand und Kommandant:                 JosefPollner

Adjutant:                                          Georg Klugbauer

Schriftführer und Kassier:                   Anton Schröder

Gruber und Mühlhofer bekommen den Sanitätsdienst zugewiesen. Der Mitgliederstand betrug 56 Mann.

Ferner wurden die Verdienste des verstorbenen Georg Hunseder als Schriftführer und Kassierbesonders gewürdigt. Er hat eine dankenswerte Zusammenstellung über die Feuerwehrgeschichte seit ihrer Gründung geschrieben. Leider liegt diese Zusammenstellung nicht vor.

 

Teilnahme an Fahnenweihen und Jubiläen:

Ausgaben im Kassenbuch für Taferlbuben und Fahnenträger zeugen davon, dass die Freiwillige Feuerwehr Adlkofen an Fahnenweihen und Jubiläen der Nachbarwehren teilnahm. So z. B. in Essenbach, Achdorf, Altheim, Berg, Ergolding, Oberviehbach und Jenkofen.

 

Freiwillige Feuerwehr – Pflichtfeuerwehr:

E. J. Schröder schreibt inder Festschrift von 1970: „Neben der Freiwilligen gab es immer noch eine Pflichtfeuerwehr. Sie musste in zwei, dem Kommando der Freiw. Feuerwehr unterstehende Züge eingeteilt werden und zwei Übungen im Jahr nachweisen. So wurden 1928 die Männer der Pflichtfeuerwehr wieder einmal zusammengerufen. Es handelte sich aber nur um eine Art Appell ohne Arbeit am Gerät. Bürgermeister und Kommandant mussten sich wegen ihrer Nachsicht beim Bezirksamtmann entschuldigen.“

 

Einsätze der FFW Adlkofen:

Aufzeichnungen darüberfinden sich nur wieder bei E: J. Schröder. Er schreibt: „An 2 größeren Bränden hatte die Adlkofener Wehr ihren Mann gestanden, nämlich im September 1929 beim Anwesen Zehetbauer, Läuterkofen und im Juli 1930 bei Königbauer in Adlkofen. Gerade beim Brand im Königbauer-Anwesen muss die Aufregung groß gewesen sein, denn eine auswärtige Wehr vergaß hernach ihre neuen Schläuche, die der Bezirksamtmann erst ein Jahr später bei der Gemeindebesichtigung im Dachboden des Feuerwehrhauses wieder fand. Sie waren „geknickt und in unordentlichem Zustand“, wie der Gestrenge ungnädig bemerkte …

Am 23.3.1935 wurde die Wehr nach Engkofen gerufen, wo ein Blitz den Stadel im Anwesen Mauer entzündet hatte. Dem Einsatz der Günzkofener Wehr war es zu verdanken, dass das Anwesen Zellhuber verschont geblieben ist. Sie hatten dabei nur die alte Druckspritze zur Verfügung, die früher in Adlkofen gestanden war. Auch erwies es sich, dass Günzkofen zu wenig Schläuche besaß“.

 

1935 – 1939

Bälle:

An Aktivitäten im Vereinsleben der FFW erscheinen in den Jahren bis 1938 nur die alljährlichenBälle. 1938 stehen z. B. den Einnahmen von 75,50 RM, Ausgaben für Musikzettel 10,00 RM, für Musik 30,00 RM, für 250 Zeichen 5,50 RM, für Lustbarkeitssteuer10,00 RM und Essen für sieben Mann 7,00 RM gegenüber.

 

Kontrolle durch das Kreisfeuerwehramt:

E. J. Schröder schreibt in der Festschrift von 1970: „Bei einer Besichtigung 1939 durch de nKreisfeuerwehrführer wird zum ersten Mal angeregt, eine Motorspritze zu kaufen. Am 25.11.1940, also im zweiten Kriegsjahr, wurde das Feuerwehrgerätehaus wiederum in Augenschein genommen. Dabei ergaben sich folgende Mängel: Das Gerätehaus ist von einer Jauchelache umgeben, das Mauerwerk totaldurchfeuchtet. Die Tore sind sehr primitiv, haben nur Riegelverschluss und sind ohne Anstrich. Das Dach bedarf einer gründlichen Ausbesserung. Die Erstellung eines neuen Feuerwehrgerätehauses ist nötig. Zwei Leitern und Schläuche sind bei Königbauer untergebracht, was auf Dauer kein Zustand bleiben kann. Elektrische Beleuchtung fehlt innen und außen. Die Gemeinde von 800 Einwohnern braucht neben einem neuen Gerätehaus demnächst eine Motorspritze!“

 

Johann Baumgartner von 1937 – 40 Wehrführer:

Nach der Mitte der 30erJahre scheint die FFW in eine Krise gefallen zu sein, denn 1937 wurden kurz hintereinander, nämlich am 1. und am 6. Januar, Generalversammlungenabgehalten. Am 1. Januar waren von 48 Mitgliedern nur 15 zugegen. Im Protokoll vom 6. Januar heißt es unter anderem: „Nach Abgang des Wehrführers Pollner wurde die Wehr neu aufgestellt aus dem Rest der verbleibenden Mannschaft. Herrn Josef Pollner, seit vielen Jahren Hauptmann der Feuerwehr, und der seit April 1933 auch die Vorstandschaft inne hatte, sei an dieser Stelle geziemend der Dank für seine treue Mitgliedschaft gesagt. Auf Vorschlag wurde Herr Hans Baumgartner als Wehrführer aufgestellt.“

 

1940 – 1945

Johann Oswald neuer Wehrführer:

1940 wurde der von der Wehrmacht entlassene Johann Oswald zuerst zum stellvertretenden Kommandantenund dann schließlich durch den Ortsgruppenleiter zum sogenannten „Wehrführer“ der Adlkofener Feuerwehr ernannt. Eine seiner großen Aufgaben war es, die Männer am Gerät auszubilden. Doch zu dieser Zeit waren weder Männer noch gute Geräte vorhanden.

 

Frauen im Feuerwehrdienst:

Um den Bedarf an jungen Männern für den Feuerwehrdienst zu decken, wurden per Verordnung, die Hitlerjugend für den Dienst am Nächsten verpflichtet. Doch der Krieg verschlang immer mehr Menschenleben, so dass der Feuerwehrschutz nur durch die tatkräftige Unterstützung von Mädchen im Alter von 18 – 25 Jahre aufrecht erhalten werden konnte. Die sogenannten Feuerwehrhelferinnen waren laut Aussage von Kommandanten Oswald mit großem Fleiß und Eifer bei der Sache.

 

Neue Spritze:

Wie schon bei einer Besichtigung der Adlkofener Wehr durch den Kreisfeuerwehrführer festgestellt wurde, ist die Ausrüstung in einem sehr schlechten Zustand und eine Anschaffungeiner Motorspritze wäre erforderlich. Johann Oswald griff die Anregung auf und mit sehr großem persönlichem Einsatz sowie der Unterstützung durch den Bürgermeister Georg Klugbauer, konnte bald ein Kaufvertrag mit der Feuerwehrgerätefabrik Ludwig (Bayreuth) abgeschlossen werden. Doch schon kurze Zeit später teilte die Fa. Ludwig ihnen mit, dass sie keine Geräte, nicht einmal Schläuche, ohne eine Bestellung durch die Inspektoren der Ordnungspolizei mehr ausliefern dürfen. Somit musste der Traum von der ersten Motorspritze weiter geträumt werden.

 

Kirche rettete die Standarte:

Die Mitgliederzahl schrumpfte bis zum Jahre 1945 auf nur noch 20 Mann und nach dem Einmarsch derAlliierten am 1. Mai 1945 gab es überhaupt keine Feuerwehr mehr. Die Amerikaner zerstörten sogar die Uniformen. Nur dem glücklichen Umstand, dass die Gründungsstandarte in der Kirche aufbewahrt worden war, ist es zu verdanken, dass sie die Wirren des Krieges überlebt hat.

 

1946 – 1950

Aufbau der Feuerwehr nach dem Krieg:

Der Krieg ist endlich zu Ende und man beginnt wieder, das Land aufzubauen. So rief auch Bürgermeister Eberl die Freiwillige Feuerwehr Adlkofen wieder ins aktive Leben. Unter der Führung des erfahrenen Johann Oswald wurde im Frühjahr 1946 die erste Übungabgehalten. Bis zum Jahresende verdoppelte sich die Mitgliederzahl auf 40 aktive Feuerwehrmänner.

 

1. Motorspritze:

1947 konnte KommandantJohann Oswald bei der Generalversammlung mit großer Freude verkünden, dassendlich eine Motorspritze gekauft wurde. Es handelte sich um eine gebrauchteBreier TS8 vom Baujahr 1943.

 

1950 – 1955

Johann Oswald bleibt Kommandant:

Aus dem Protokoll für dasJahr 1950 geht hervor, dass am 3.12.1950 bei der Generalversammlung derbisherige Kommandant Johann Oswald für weitere fünf Jahre wiedergewählt wurde.Vorstand war Balthasar Giftthaler und Kassier Josef Forstmeier. Außerdem wurdeein Jahresbeitrag in Höhe von 0,50 DM für aktive Mitglieder und von 1,00 DM fürEhrenmitglieder eingeführt.

 

Patenverein bei der FFW Schönbrunn:

Am 4. Juni 1950 war die FFWAdlkofen Patenverein bei der Standartenweihe der FFW Schönbrunn, wobei einPatenband im Wert von 70 DM übergeben wurde. Für die eigene Wehr wurde einTrauerband für 90 DM gekauft.

 

Fahnenweihe 1951 – ein Glanzfest für die Gemeinde:

Das wohl herausragendsteEreignis der 50er Jahre in der Geschichte der FFW Adlkofen war wohl dieFahnenweihe am 8. Juli 1951. Die treibende Kraft war wohl der Kommandant JohannOswald. So heißt es im Protokoll wörtlich: „In unermüdlicher Kleinarbeit ist esdem Kommandanten Joh. Oswald gelungen, die Fahnenweihe am 8. Juli 1951 zu einemGlanzfest für die ganze Gemeinde Adlkofen zu gestalten.

Die Fahne wurde in derTaubstummenanstalt Hohenwart zu einem Preis von 750 DM gekauft. Für dieFinanzierung wurde eine Haussammlung abgehalten, und dabei ein Ergebnis von 467DM erzielt. Es waren 48 auswärtige Feuerwehren und Vereine beteiligt.Fahnenmutter war Frau Rosalie Deubelli, Bäuerin von Santing. Als Fahnenjungfrauenfungierten: Elise Oswald von Setzensack, Resi Huber von Adlkofen, MathildeForstmeier von Nirschlkofen, Johanna Brams von Untermusbach, Maria Hubauer vonBaumgarten und Frieda Königbauer von Günzkofen.

 

Brand bei Schreinermeister Giftthaler:

„Am 4. Juni 1951, also guteinen Monat vor der Fahnenweihe, brach in der Scheune des SchreinermeistersGiftthaler ein Brand aus, wobei die FFW tatkräftig seine Schlagkraft undEinsatzbereitschaft erwies unter der Leitung des Kommandanten Oswald. So konnteder Brand auf seinen Herd beschränkt werden und somit Wohnhaus und der neuerbaute Schupfen vom Raub der Flammen gerettet werden. Als Anerkennung stifteteGiftthaler eine ganze Küchenausrüstung zur Christbaumversteigerung im Werte von200 DM.“ So ist es im Protokoll von 1951 zu lesen. 200 DM waren so kurz nachder Währungsreform wohl eine beachtliche Summe.

 

Teilnahme an Fahnenweihen, Jubiläen undKreisfeuerwehrtagen:

In den Jahren 1952-1955beteiligte sich die FFW Adlkofen an 15 Fahnenweihen, unter anderem in Vilsham,Oberglaim, Tondorf, Niederaichbach, Lichtenhaag, Altdorf, Diemannskirchen,Geisenhausen und Weng.

Ebenso war die Wehr auchbei der Kriegerdenkmalenthüllung in Adlkofen beteiligt und spendete demKriegerverein im Jahr 1955 einen Betrag von 50 DM.

Die Kreisfeuerwehrtagefanden in Schönbrunn (1952), in Kumhausen (1953) mit Kreiswettbewerb und inOberköllnbach statt, woran die Wehr teilnahm.

Gerade diese häufigenFeierlichkeiten sind Zeugen von der vorhandenen Aufbaustimmung nach dem 2.Weltkrieg.

 

Ehrung für langjährige Dienstzeit:

„Jahrzehntelang den RotenHahn bekämpft“ – das war die Überschrift in der Landshuter Zeitung, in der dieNamen der „50-, 40- bzw. 25jährigen“ abgedruckt waren, die aus der Hand vonLandrat Graf von Spreti die Ehrung erhielten.

Für 50 Jahre waren dies inder FFW Adlkofen: Martin Oswald, Jakob Radspieler, Josef Pollner, LorenzHolzner, Peter Wagner, Andreas Maier;

Für 40 Jahre: JosefWittenberger, Max Neuhofer, Alois Moser, Jakob Radspieler, Josef Neumeier,Thomas Königbauer, Martin Oswald.

 

Finanzierung:

Ab den Jahren 1947/48 wurdedie Christbaumfeier und der Herbstball wieder zur festen Einrichtung der FFW Adlkofen,welche die Vereinskasse jedes Jahr wieder aufbesserten (Reinerlös ausChristbaumfeiern im Durchschnitt ca. 500 DM, aus Bällen ca. 300 DM).

 

1956 – 1960

Der verschneite Feuerwehrball:

Es wurden nicht nur diegeforderten fünf Übungen ordnungsgemäß durchgeführt, sondern auch das geselligeVereinsleben wurde gepflegt. Im Januar 1956 wurde eine Christbaumversteigerungmit einem Reinerlös von 410 DM abgehalten. Aber nicht nur Einnahmen waren zuverbuchen, denn im Oktober war wegen starken Schneetreibens der Feuerwehrballso schlecht besucht, dass man 80 DM aus der Kasse entnehmen musste, um dieUnkosten zu decken. Daraufhin beschloss man, den Tanz nächstes Jahr nicht mehrzu veranstalten.

 

1. Sirene:

Am 20. November 1956 trafdie erste Feueralarmsirene ein. Sie wurde am Dach des sogenannten alten Schulhauses (Gendarmhaus) montiert. Die im Gebäude ansässige Landpolizei konntediese bei Bedarfsfall elektrisch einschalten. Bis zu diesem Zeitpunkt wurdendie Feuerwehrkameraden durch das Läuten aller Kirchenglocken alarmiert. Schonbei der Alarmierung konnte man erkennen, wo es brannte. Denn ertönten alle Glocken, war der Brand innerhalb des Gemeindegebietes. War der Brand aberaußerhalb, so läutete jede Glocke einzeln.

 

Amt des Schriftführers eingeführt:

Die bisherigen Protokolleder Generalversammlungen wurden entweder vom Kassier oder vom Kommandantengeschrieben. Um diese Aufgabe effektiver zu erfüllen, wurde das Amt einesSchriftführers eingeführt. Als erster Schriftführer wurde Ernst J. Schröderbestellt. Ab 1957 übernahm der Hauptlehrer Josef Vorreck dieses Amt.

 

Neue Feuerwehrspritze:

Bei der Generalversammlungam 1. Dezember 1957 konnte der Kommandant Johann Oswald mit Freude verkünden,dass die neue Feuerwehrspritze schon vom Hersteller abgeschickt worden ist undin Kürze in Adlkofen eintreffen wird. Diese soll im Rahmen einer Feier ihremDienst übergeben werden. Es handelte sich um eine Tragkraftspritze TS8 miteiner Leistung von 800 Litern pro Minute. Ein VW-Motor verlieh ihr dieUnabhängigkeit vom Kühlwasser, das bei älteren Geräten des Öfteren einfror. Einweiterer Fortschritt war, dass die Beleuchtung direkt am Gerät montiert war.Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ sprach Johann Oswald dem Bürgermeister und denGemeinderäten aus, die die Mittel für den Ankauf der Spritze genehmigt hatten.Mit Genugtuung bemerkte er auch, dass in diesem Jahr in Gemeinschaftsarbeit dieFeuerlöschweiher in Adlkofen ausgebessert werden konnten. Beim anschließendenKassenbericht konnte der Kassier Johann Rückl ein Guthaben von 365,78 DM in derVereinskasse vermelden.

 

Leistungsfähigkeit gestiegen:

Am 1. Mai 1958 trat dieFeuerwehr vollzählig nach dem Gottesdienst am Dorfplatz an, um die Magirus -Motorspritze einzuweihen. Den kirchlichen Segen erteilte H.H. Pfarrer Groß, derin seiner Ansprache ermahnte, über allem technischen Fortschritt den Glaubenund das Vertrauen auf Gottes Hilfe nicht zu vergessen. Der Hauptlehrer JosefVorreck wies in seiner kurzen Festansprache auf die stetige Aufwärtsentwicklungder Feuerwehr Adlkofen hin und hob den unermüdlichen Einsatz des KommandantenJohann Oswald für die Belange des Feuerschutzes hervor. Die große Leistungsfähigkeitder neuen Feuerwehrspritze und der ganzen Wehr zeigte sich beim Brand imAnwesen Buchinski in Engkofen.

 

Der Verein wächst:

Bei der Generalversammlungam 30. November 1958 belief sich die Zahl der aktiven Mitglieder auf 34 Mannund die der Passiven auf 45. Die Löschgruppe Günzkofen bestand aus 16 aktivenund 10 passiven Mitgliedern. Kommandant Oswald erläuterte, dass derAusbildungsstand gut und dieser auch allgemein anerkannt ist. In diesemZusammenhang lobte Oswald die sehr gute Beteiligung an Übungen, beanstandetetjedoch die geringe Teilnahme an Beerdigungen und Festzügen.

 

Ausbildung des Nachwuchses:

Bei der Frühjahrsübung am22. März 1959 legt der Kommandant Oswald besonderes Augenmerk auf dieAusbildung der jungen Feuerwehrmänner, welche sich überraschend gut an derÜbung beteiligten. Bei der anschließenden Aussprache wurden die beidenLöschmeister Klugbauer Georg und Wagensonner Johann durch den Kommandanten miteiner Ehrenschnur ausgezeichnet.

 

Ehrung für Kommandant Oswald:

Bei der Generalversammlungim Gasthaus Königbauer in Blumberg konnte 1. Vorstand und Bürgermeister Eberlden Kreisbrandinspektor Brunner und den Kreisbrandmeister Gilch begrüßen. Dennin diesem Jahr konnte Johann Oswald auf eine 20jährige ehrenamtliche Tätigkeitals Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofen zurückblicken. KommandantBauer aus Günzkofen lobte die Verdienste seines Kollegen und überreicht ihmeinen Maßkrug. Der Kreisbrandinspektor Brunner bezeichnete Johann Oswald alseinen Mann, dessen Eifer für den Dienst am Nächsten kaum zu überbieten ist. Ersagte: „Adlkofen kann auf seinen Kommandanten und seine Wehr, die eine derbesten im Landkreis ist, sehr stolz sein.“ Spenglermeister Hans Haselbeckdankte in einer sehr humoristischen Jubiläumsrede für die aufopfernde Tätigkeitim Namen aller Mitglieder. Bürgermeister Eberl überreichte Oswald einenPräsentkorb im Namen der Gemeinde.

 

Neue Mitglieder und Ehrung von Mitgliedern:

Bei der Frühjahrsübung 1960konnte Oswald mit Stolz verkünden: „Die Adlkofener Feuerwehr hat keineNachwuchsprobleme.“ Es wurden vier neue Mitglieder eingeführt und mit demLeitspruch „Dem Nächsten zur Wehr, Gott zu Ehr“ vereidigt. Die aktiveMitgliederzahl belief sich nun auf 40 Mann. Nur durch die große finanzielle Beteiligungder Gemeinde war es möglich, weitere sieben Röcke und Mützen und acht Helmeanzuschaffen. Als Dank für die selbstlose Arbeit überreichte Kommandant Oswalddem Gerätewart und Kassier Johann Rückl die Ehrenschnur. Im Rahmen dieserVeranstaltung wurden noch die Ehrenzeichen für 30, 20 bzw. 10 Jahre freiwilligeTätigkeit bei der Feuerwehr Adlkofen an folgende Herren verliehen: PointnerSepp, Rückl Hans, Klugbauer Georg, Höcherl Franz, Bindhammer Hans, SchwemmhuberAnton, Wagensonner Hans, Schranner Ludwig, Kleeberger Hans, Wagensonner Sepp,Reiser Anton, Mittermeier Otto, Klugbauer Sepp, Baumgartner Hans, HubauerAlbert, Klugbauer Albert, Straßer Hans und Schranner Hans.

 

Abschied von Johann Oswald:

Am 16.4.1960, einKarsamstag, musste die Feuerwehr Adlkofen eine traurige Aufgabe wahrnehmen, denverdienten Kommandanten Oswald zu Grabe tragen. Er war unter tragischenUmständen ums Leben gekommen. Die Führung der Feuerwehr übernahm kommissarischder stellvertretende Kommandant Josef Pointner.

 

Satzung erstellt:

Am 27.11.1960 eröffneteKommandant Pointner im Gasthaus Königbauer die Generalversammlung mitNeuwahlen. Die Mitglieder beschlossen mit einer Gegenstimme die Annahme einerMustersatzung mit einigen Änderungen. So wurde der Vorstand ermächtigt, 50,- DMohne vorherigen Beschluss des Verwaltungsrates auszugeben. Pointner gab einenÜberblick der abgelaufenen sieben Monate und betonte, dass die Aufgabe sehrschwierig gewesen sei, aber die Feuerwehrmänner hätten vorbildlichmitgearbeitet. Er dankte auch den Fahrzeughaltern, die es ermöglicht haben,dass Abordnungen der Feuerwehr Adlkofen an zahlreichen Fahnenweihen und anderenVeranstaltungen im Landkreis teilnehmen konnten. Im Namen der Gemeindeverwaltungdankte Bürgermeister Hofbauer dem ausscheidenden Vorstand AltbürgermeisterEberl für seinen tatkräftigen Einsatz um das Wohl der Wehr. Ferner galt seinDank allen Wehrmännern, an der Spitze dem Kommandanten Pointner.

 

F. X. Hofbauer wird Vorstand:

Für die nachfolgendenNeuwahlen wurden Mittelschullehrer Schröder, Kreisrat Miera und GemeinderatWidl in den Wahlausschuss bestellt. Als 1. Vorstand ging 1. Bürgermeister undKreisrat F. X. Hofbauer hervor. Der neue 1. Kommandant hieß Johann Rückl, seinVertreter Josef Pointner. Alois Moser wurde der Kommandant der LöschgruppeGünzkofen, Kassier Hans Miera wurde einstimmig zu den Kassenprüfern gewählt.Der neugewählte Vorstand F. X. Hofbauer dankte im Namen der Vorstandschaft fürdas ausgesprochene Vertrauen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass dieZusammenarbeit weiter so gut sein werde wie bisher.

 

1961 – 1965

Hebung des Kameradschaftsgeistes:

Der neugewählteVerwaltungsrat hatte 1961 in drei Sitzungen alle Fragen, die die Feuerwehr unddarüber hinaus das Feuerlöschwesen in der Gemeinde Adlkofen betreffen,eingehend erörtert. Ein weiteres Ziel der Arbeit des Verwaltungsrates war dieHebung des Kameradschaftsgeistes, besonders unter den Aktiven. Zu diesem Zweckwurde am 16. April 1961 eine Familienfeier im Gasthaus Wittmann für die Feuerwehrmännermit ihren Frauen veranstaltet. Im Rahmen dieser Feier wurde der EhrenkommandantJosef Pollner sowie der ehemalige Kommandant Andreas Bauer aus Günzkofen miteinem Geschenkkorb für ihre Dienste bei der Feuerwehr Adlkofen geehrt.

 

4 Gruppen legten zum ersten Mal die Leistungsprüfungab:

Wohl ihren größten Tag indiesem Tag erlebte die Freiwillige Feuerwehr am Samstag, den 20. August 1961.Etwa 100 Zuschauer säumten den neuen Sportplatz, als sich die erste Gruppe derFFW Adlkofen um 10 Uhr bei den drei Schiedsrichtern von der Feuerwehr Landshutzur Leistungsprüfung anmeldeten. Nun galt es, einen fehlerfreien Aufbauvorzuführen. Aber nicht nur saubere Arbeit war dabei gefragt, sondern auch eineZeit von 180 Sekunden sollte nicht überschritten werden. Alle Männer waren mitFeuereifer bei der Sache und so war es nicht verwunderlich, dass alle vierGruppen die Leistungsprüfung schafften. Bei der anschließenden Aussprache brachteKBR Maier seine Freude zum Ausdruck, dass Adlkofen nun als einzige Wehr desLandkreises Landshut vier Leistungsgruppen besitze. Er gratulierte denGruppenführern Wagensonner Hans, Paringer Hans, Klugbauer Georg undSchwemmhuber Anton sowie den Männern der Gruppen für ihre ausgezeichneteLeistung, besonders aber dem Kommandante Rückl und der ganzen Gemeinde, die,wie er sagte, stolz sein könne, eine solche Wehr zu besitzen. Am Freitag, den29. September 1961 fand im Gasthaus Wittmann die Überreichung der Leistungsabzeichenstatt. Als kleines Dankeschön bekamen die Geehrten eine Maß Bier und eineBrotzeit.

 

Feuerschutzabgabe eingeführt:

Bei der Generalversammlungam 3. Dezember 1961 belief sich die Mitgliederzahl auf 55 aktive und 57 passiveMänner, doch es gab noch viele, die sich in keiner Weise am Feuerschutzbeteiligten. Um einen gerechten Ausgleich für die Leistungen der aktivenFeuerwehrmänner zu schaffen, sollte eine allgemeine Abgabe zur Pflicht gemachtwerden. 1962 wurde dann erstmals die Feuerschutzabgabe eingehoben, wobei dieMindestgebühr 6,- DM betrug. Die passiven Mitglieder der Feuerwehr Adlkofenzahlten nur 5,- DM. Auch 1962 wurden pflichtbewusst die Übungen abgehalten undzahlreich besucht. Außerdem wurden drei Schulungsabende für die Aktiven abgehalten.Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Wasserversorgung der einzelnenOrtschaften gelegt.

 

Die erste Silberne:

Am 24.8.1963, ein Höhepunktim Vereinsjahr, nahm eine Löschgruppe aus Adlkofen an der Testprüfung für dasLeistungsabzeichen in Silber in Landshut auf dem Viehmarktplatz teil. Die sehrgute Leistung der neun Männer erfüllte alle mit Stolz und Freude, denn siehatten nur acht Tage Zeit zur Vorbereitung. Auch durch die Leistung voneinzelnen Feuerwehrkameraden wurde der Ausbildungsstand der Feuerwehr Adlkofenwesentlich gehoben. Hans Rückl und Hans Wagensonner besuchten zum zweiten Maldie Feuerwehrschule in Regensburg, um erfolgreich an einem Mittelstufenlehrgangteilzunehmen. Josef Paringer jun. und Albert Betz nahmen an einem Grundstufenlehrgangteil.

 

Funksprechgeräte im Einsatz:

Im Rahmen einer Alarmübungzur Feuerschutzwoche wurde ein Großbrand im Sägewerk Schranner angenommen. ZumEinsatz kamen nicht nur die Feuerwehr Alkofen mit Löschgruppe Günzkofen und FFWJenkofen, sondern auch die Rot-Kreuz-Gruppe Günzkofen unter Führung von FritzMoser, so konnten die geretteten Verletzten sofort medizinisch versorgt werden.Bei dieser Übung wurde zum ersten Mal ein Funksprechgerät eingesetzt. MitFreude verkündigte 1. Vorstand F. X. Hofbauer bei der Jahreshauptversammlung inBlumberg, das neue Löschfahrzeug für Adlkofen sei bereits bestellt. DerZuschuss des Landkreises in Höhe von 8000,- DM sei bereits der Gemeindeüberwiesen worden. Das Fahrzeug werde aber nicht vor dem Sommer 1964 eintreffen.Die Spritze von Adlkofen werde dann bei der Löschgruppe Günzkofen zum Einsatzkommen.

 

Schulhauser wird Kreisbrandmeister:

Am 8. April 1964 wurdeJosef Schulhauser, ein Mitglied der Feuerwehr Adlkofen, zum neuenKreisbrandmeister ernannt. Seine erste Aufgabe war es, die zweite Gruppe ausAdlkofen für das Leistungsabzeichen vorzubereiten. Der Erfolg zeigte sich beider Prüfung am 2. Mai 1964 am Viehmarktplatz, wo etwa 100 Zuschauer denfehlerfreien Ablauf verfolgten. Brandinspektor Mayer sagte bei seiner Ansprache:„Hinsichtlich der Ausbildung habe die Adlkofener Wehr erneut ihre führendeStellung unterstrichen und ist ein Vorbild für alle Wehren im Landkreis.“

 

Neue Feuerwehrhäuser entstehen:

Bei einer Vermessungstellte sich heraus, dass das Gerätehaus Adlkofen nicht auf gemeindeeigenemGrund steht. Für den zukünftigen Neubau konnte noch kein geeignetes Grundstückgefunden werden. Auch das Gerätehaus in Günzkofen musste dringend überholtwerden. Die Familien Hirsch und Schwemmhuber sowie die Reichardtbrauereimachten es möglich, ein neues Feuerwehrhaus an der Staatsstraße 2045 zuerrichten. In abendlicher Gemeinschaftsarbeit der Kameraden wurde das neueFeuerwehrhaus (10,5m x 9,5m) erstellt. Der Gruppenführer Georg Klugbauerleitete die Maurerarbeiten und unter Führung von Josef Klugbauer wurde der Dachstuhlabgebunden und aufgestellt. Zur gleichen Zeit wurde auch in Günzkofen auf demGrund der Familie Breitenwinkler durch Eigenleistung ein neues Feuerwehrhausgebaut. Den kirchlichen Segen erteilte der Kaplan Danner am 25. Oktober 1964.

 

Neues Löschfahrzeug und Gerätehaus eingeweiht:

Das neue Löschfahrzeug(Lf8) wurde im Juli 1964 geliefert. Der Mercedes mit einem Bachert - Aufbauverfügte über eine Tragkraftspritze und einer Vorderpumpe, außerdem bot es Platzfür acht Feuerwehrmänner. Am 8. November wurden das Löschfahrzeug und das neuerrichtete Gerätehaus durch H.H. Pfarrer Groß gesegnet. Anschließend wurde dasGerät offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Am 27.11.1964 war dieJahreshauptversammlung im Gasthaus Königbauer, doch mitten unter der Anspracherief die Sirene die Männer zum Löschfahrzeug, denn in Oberaichbach war einGroßbrand ausgebrochen. Die Versammlung wurde am 29. Dezember fortgesetzt,wobei der Vorstand feststellte, dass die Wehr eine der schnellsten gewesen seiund somit wesentlich zur Eindämmung des Feuers beigetragen habe.

 

Die erste Leistungsprüfung für einen Bürgermeisterim Landkreis:

Auch 1965 unterzogen sichweitere Gruppen aus der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofen einer Leistungsprüfung.Doch als F. X. Hofbauer als Gruppenführer an der Leistungsprüfung teilnahm, warer der erste Bürgermeister im ganzen Landkreis, der sich dieser Prüfungstellte. Nach der Auswertung der Prüfungsergebnisse sagte der Schiedsrichter,dass die Gruppe die Leistungsprüfung nicht nur bestanden habe, sondern diebisherigen sechs Gruppen mit ihrer schnellen und sauberen Arbeit übertroffenhat.

 

Sepp Pointner legte die Leistungsprüfung ab:

Bürgermeister F. X.Hofbauer bedankte sich beim KBM Hahn für die Ausbildung und bei den achtMännern seiner Gruppe, wobei er den Senior der Wehr, Sepp Pointner hervorhob,weil er sich mit 58 Jahren noch dieser Prüfung unterzog.

 

Erster Ausflug der FFW:

Nicht nur dienstlich trafensich die Feuerwehrmänner, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander wurdegepflegt. Neben Feuerwehrbällen, Faschingsumzügen wurde am 26. Juni 1965 dererste Ausflug der Adlkofener Wehr durchgeführt.

 

1966 – 1968

500 Besucher beim Kreisfeuerwehrtag in Adlkofen:

Der Kreisfeuerwehrtag 1966wurde in Adlkofen durchgeführt. Das Brandobjekt war das Anwesen in Roßberg,weil es dort kein Löschwasser gibt. Somit war eine Wasserversorgung mitJauchefässern nötig und zwar solange, bis die Leitung vom Königbauerweiher aufgebautwar. Sieben Feuerwehren sollten zum Einsatz kommen. Pünktlich um 13 Uhr meldetder Besitzer von Roßberg den Brand, sofort wird mit Sirenen alarmiert. Durchein Versehen der Landpolizei wurde die Feuerwehr Jenkofen erst um 13:42 Uhralarmiert. Beim Aufbau der Leitung entstand deshalb eine Lücke, die durch dieReserveschläuche aus Adlkofen geschlossen werden konnte. Anton Schwemmhuberfungierte als Führer der Einsatzgruppe und war am Brandherd eingesetzt. DieLöschgruppe Günzkofen stand am Pfarrerweiher, wo sie sechs Jauchefässerbefüllten. Bedingt durch das schöne Wetter kamen aus dem ganzen Landkreis ca.500 Besucher, um diese hervorragende Übung mitzuerleben.

 

 

Andreas Bauer und Josef Pointner geehrt:

Bei derJahreshauptversammlung mit Neuwahlen wurde die komplette Vorstandschaft, mitAusnahme des Schriftführers, für weitere fünf Jahre wiedergewählt. NeuerSchriftführer wurde Hans Wagensonner. Anschließend wurden die Kameraden AndreasBauer und Josef Pointner für ihre langjährigen Tätigkeiten im aktiven Dienstmit Ehrenschnüren und Geschenkkörben geehrt. Andreas Bauer führte 20 Jahre dieLöschgruppe Günzkofen und Josef Pointner war seit 1946 stellvertretender Kommandantin Adlkofen.

 

1. Goldenes Leistungsabzeichen in Stadt- undLandkreis Landshut:

„Ein großer Tag der Wehr“oder „Neuer Meilenstein in ihrer Geschichte“ so wurde die bestandeneLeistungsprüfung (in Gold) der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofen in der örtlichenPresse beschrieben. Am 29. Juli 1967 meldete der Ausbilder Franz Hahn die ersteGruppe im ganzen Stadt- und Landkreis zur Leistungsprüfung an, um das Abzeichenin Gold zu erwerben. Eine gespannte Atmosphäre lag über dem Platz, als dieGruppe um 19 Uhr vor dem Schiedsrichterteam aus Landshut antrat. Viele kritischeZuschauer waren erschienen, unter anderem auch KBI Mayer, KBM Schulhauser undmehrere Kommandanten der Nachbarwehren. Auf das Kommando „Zum Einsatz fertig“zeigte nun die Gruppe einen Aufbau von solcher Präzision und Ruhe, wie ihnSchiedsrichter und Zuschauer bisher noch nicht zu sehen bekamen. Dies war einsichtlicher Beweis von guter Ausbildung und großem Idealismus der AdlkofenerGruppe. Zur Feier dieses großen Erfolgs versammelten sich die Aktiven und Gästeim Gasthaus Schönauer, wo bei einer Brotzeit und einigen Maß Bier nochgebührend gefeiert wurde. Die offizielle Überreichung der Abzeichen wurde vomLandrat Tino Beck persönlich im Rahmen eines Kameradschaftsabends durchgeführt.Außerdem wurde an die dritte Gruppe der Wehr das Leistungsabzeichen in Silberverliehen. Unsere erste Goldene setzte sich aus Georg Deubelli, HansWagensonner, Josef Triller, Hans Zehetbauer, Alois Dechant, Josef Pointner,Otto Mittermeier und Josef Klugbauer zusammen. Anschließend wurde ein Film vonHans Miera über die Leistungsprüfung der ersten Goldenen gezeigt.

 

Nachtübung unter schwierigsten Bedingungen:

Für die Feuerschutzwochehatte sich die Adlkofener Wehr ein reichhaltiges Programm zusammengestellt.Neben den allgemeinen Feuerschutzübungen führte die Wehr eine Nachtübung unterschwierigsten Bedingungen durch. Übungsobjekt war die Einöde Reichersöd, dieohne jegliches Löschwasser ist. Die nächstliegende Zapfstelle war der ca. 300 mentfernte Riedenwieser Tümpel. Die zu verlegende B-Leitung musste nicht nur 40m Höhenunterschied überwinden, sondern auch ca. 200 m durch den Wald gehen. Um dasZusammenspiel mit anderen Wehren zur Förderung des Wassers über langeSchlauchstrecken zu erproben, wurde außer der Löschgruppe Günzkofen auch dieFeuerwehr Deutenkofen eingesetzt. Unter den kritischen Augen von KBMSchulhauser wurde in vorbildlicher Weise die Wasserversorgung zum Übungsobjektaufgebaut. Bei der anschließenden Aussprache bezeichnete Schulhauser die Übungals Zeichen für das gute Miteinander für das gemeinsame Ziel, dem Nächsten zuhelfen.

 

Erster Pulverlöscher im Übungseinsatz:

Das nächste Übungsobjektwar die Schule in Adlkofen. Es wurde auf Anregung von Oberlehrerin Kobersteinein Brand in der Heizungsanlage angenommen. Nach Betätigung derSchulalarmanlage schleusten die Lehrkräfte die Kinder über Notausgänge insFreie. Vom inzwischen eingetroffenen LF/8 aus legte die Löschgruppe die nötigeLöschleitung mit 3 C-Rohren zum Objekt. Als auf Anfrage des Bürgermeisters dieLehrkräfte feststellten, dass ein Junge der Oberklasse fehlte, wurden gleichzwei Wehrmänner mit Rauchmasken auf die Suche geschickt. Diese fanden denJungen sehr schnell und trugen ihn mit der Rettungstrage ins Freie.Anschließend führte der Kommandant Rückl einen Pulverlöscher P12 vor, an demauch mehrere Kinder praktisch üben durften.

 

Landrat Toni Beck überreicht Abzeichen:

Als festliche Ereignisse1968 sind die Ehrenzeichenverleihung durch Landrat Toni Beck, dieVerabschiedung des Kreisbrandinspektors Mayer, sowie die Einführung des neuenKreisbrandinspektors Finsterhölzl zu bezeichnen, welche alle in Adlkofendurchgeführt wurden.

 

Wasserversorgung dient dem Feuerschutz:

Im ganzen OrtsgebietAdlkofen sind jetzt 30 Ober- bzw. Unterflurhydranten vorhanden, die dieLöscharbeiten sehr erleichtern. Nun galt es in den Übungen, die Hydrantenschnell zu finden und für den Einsatz bereitzustellen. Die zentrale Wasserversorgungbewährte sich bei der Brandbekämpfung in Läuterkofen hervorragend. Beim AnwesenKönigbauer hatte durch Blitzschlag die Scheune Feuer gefangen. Die Alarmierungder Feuerwehren bereitete einige Schwierigkeiten, da in Adlkofen die Sirenenvermutlich durch Folge des Gewitters ausfielen. Neben der Bekämpfung deseigentlichen Brandherdes galt es vor allem ein Übergreifen des Feuers aufWohnung und Rinderstall zu verhindern. Diese Aufgabe wurde in vorbildlicherZusammenarbeit aller erschienenen Wehren erfüllt.

 

Aufruf zum Feuerwehrausflug:

Folgendes stand in derLandshuter Zeitung:

Adlkofen: (Feuerwehr hält Freizeitübung) Für alle Gruppender Ortswehr besteht am Samstag, den 29. Juni 1968 Alarmbereitschaft. Mit einemGroßraumflitzer der Firma Kiermeier starten sie um 4.30 Uhr zu einer geselligenFreizeitübung nach Mittenwald, um für einen Tag den Alltagssorgen und derBereitschaft zum Dienst zu entfliehen. Die Einsatzleitung ersucht umpünktliches Erscheinen bei der Löschwasserentnahmestelle Schönauer“.

 

Der Gruppenführer Hans Wagensonner:

1969 stellte HansWagensonner nach 22 Jahren die Tätigkeit als Gruppenführer der 1. Gruppe zurVerfügung. Wagensonner, der fast alle Lehrgänge an der FeuerwehrschuleRegensburg absolviert hatte und bei der „Ersten Goldgruppe“ 1967 beteiligt war,blieb weiterhin dem Verein als Schriftführer erhalten. Sein Nachfolger wurdeJosef Pointner.

 

 

75-Jahr-Feier 1970:

 

Neben regerVereinstätigkeit wie Feuerwehrbälle, Wandertage und Maibaumaufstellen stand dasJahr `69 bereits im Zeichen der 75-Jahr-Feier im Jahr 1970. Unter der Leitungvon Festleiter Wagensonner und dem Festausschuss wurde bereits mit denVorbereitungen begonnen. Die Schirmherrschaft für das 75-jährige Gründungsfestam 11. und 12.07.1970 hatte Herr Landrat Toni Beck übernommen. Als Festmutterkonnte die Frau des Bezirkskaminkehrermeisters und Kreisbrandmeisters JosefSchulhauser, Frau Anna Schulhauser, gewonnen werden. Zu den Festjungfrauenzählten: Marianne Diewald, Roswitha Hofbauer, Irmgard Klugbauer, Käthe Kleeberger,Anna Kendl, Käthi Rückl, Anneliese Schwemmhuber und Maria Widl.

Patenverein war dieFreiwillige Feuerwehr Schönbrunn, welche heute ein Löschzug der Stadt Landshutist. In einem beim Alten Wirt aufgestellten Festzelt wurde mit 30 geladenenVereinen und zahlreichen Eherngästen unter großer Beteiligung der Bevölkerunggefeiert. Das bestens organisierte Fest brachte für die Freiw. FeuerwehrAdlkofen und die Gemeinde Adlkofen ein hohes Ansehen.

 

Vervollständigung der wehrtechnischen Ausstattung:

Waren die 60er Jahre durchden Bau von Gerätehäusern in Adlkofen und Günzkofen sowie der Anschaffung desersten Löschfahrzeuges für Adlkofen geprägt, stand am Anfang der 70er dieVervollständigung der wehrtechnischen Ausrüstung im Vordergrund. So wurdenüberall Funksirenen installiert, um bei Alarmierung keine wertvolle Zeit zuverlieren. Auch wurde unser Fahrzeug bereits mit Sprechfunk ausgerüstet.

 

Erste Gebietsreform:

Durch die Gebietsreform,welche in den 70er Jahren in den Gemeinden und Feuerwehren Beunruhigung überderen Fortbestand brachte, kam 1971 der Ortsteil Beutelhausen von deraufgelösten Gemeinde Oberaichbach nach Adlkofen. Die Wehrmänner aus diesemGebiet schlossen sich zum größten Teil der Adlkofener Wehr an. Durch dieVergrößerung des Gemeindegebietes sowie der starken Siedlungstätigkeit wurdendie Aufgaben der Feuerwehr immer mehr. Dieser Entwicklung trug auch der Bau desMunitionslagers und des Kernkraftwerkes in unmittelbarer Nähe bei. Bei denAlarmübungen dieser Objekte stand deshalb die Zusammenarbeit der einzelnenWehren im Vordergrund. Bei der Feier des 100jährigen Gründungsfestes der Freiw.Feuerwehr Oberaichbach am 3. und 4. Juni 1972 fungierte die Freiw. FeuerwehrAdlkofen als Pate. In Adlkofen war man sehr erfreut über diese ehrenvolleAufgabe und überreichte dabei ein Patenband.

 

Wippenbeck neuer Gerätewart:

Die Neuwahlen am 1.12.1972brachten für den Verwaltungsrat einige Änderungen. So löste Josef Obermeier vonder Löschgruppe Günzkofen Alois Moser als Stellv. Kommandant ab. Ernst Meindlübernahm von Hans Seisenberger das Kassenwesen. Seisenberger wurde für seinezwölfjährige Arbeit als Kassier, sowie als äußert gewissenhafter Gerätewart undMaschinist mit der Vereinsnadel in Silber geehrt. Mit Ernst J. Schröder stander als Kassenrevisor weiter der Wehr zu Verfügung. Peter Wippenbeck wurde neuerGerätewart, was er bis zum heutigen Tag ebenfalls mit großer Sorgfalt ausführt.Mit der neuen Einkleidung der Wehrmänner wurde 1973 begonnen. Da es der Wehrschon immer ein Anliegen war und ist, auch nach außen hin ein einheitlichesBild abzugeben, war man für die Übernahme der Kosten durch die Gemeinde sehrdankbar.

 

Löschweiher:

Die Wehr ihrerseits führteFunk- und Gemeinschaftsübungen durch, um sich mit den neuen Gerätschaftenvertraut zu machen. Die Wasserentnahme über Hydranten, welche durch diezentrale Wasserversorgung immer häufiger anzutreffen war, gewann bei der Übungsowie der Brandbekämpfung immer mehr an Bedeutung. Bedauernswert ist in diesemZusammenhang aber, dass gleichzeitig immer mehr Löschweiher eingefüllt wurden,was beim „Königbauer Weiher“ in Adlkofen 1973 der Fall war. Der „Pfarrerweiher“wurde auf Antrag von Kommandant Rückl von einem Sprengkommando auf Staatskostenvon Kriegsunrat befreit und von der Gemeinde als Löschweiher ausgebaut. Er istbis heute, durch die Nähe zum Gerätehaus, ein beliebtes Objekt für Übungen mitWasserentnahme aus einem Gewässer. Zu erwähnen sind auch noch die Sorgen derWehrmänner Ende 1973, als aufgrund der Ölkrise an Sonntagen Fahrverbotherrschte, ob sie mit dem Auto bei einem Brand zum Gerätehaus fahren dürfen.

 

Ausbildung in schwerem Atemschutz:

Durch die starkeBautätigkeit in den letzten Jahren und den damit vermehrten Einsatz modernerBaumaterialien, wie Kunststoffe und Chemikalien in den Wohnungen, war es fürdie Gemeinde unumgänglich, die Wehr mit schwerem Atemschutz auszurüsten, denneine Brandbekämpfung von Kunststoffen oder mit Lacken und Farben behandelterMaterialien ist für jeden Feuerwehrmann wegen der freiwerdenden Gase und Dämpfelebensgefährlich. So musste der Ausbildungsplan der Wehr ergänzt und vertieftwerden. Die äußerst strapaziöse Ausbildung in schwerem Atemschutz übernahmManfred Kopp. Die Schulung wurde unter widrigen Umständen begonnen, war doch imGerätehaus weder eine Heizung noch ein Waschbecken für die Reinigung undTrocknung der Atemmasken vorhanden. Um die Leistungsfähigkeit der Atemschutzträgerzu dokumentieren, mussten sie die Steigung Wolfsteinerau – Wolfstein zweimalhintereinander binnen kurzer Zeit mit Schutzausrüstung und Maske erzwingen.

 

Gemeinde Adlkofen wird nochmals größer:

Da die Gemeinde Frauenbergim Zuge der Gebietsreform 1974 aufgelöst wurde, kamen Wehrmänner der OrteZaitzkofen, Sittlkofen, Birnkofen sowie der umliegenden Einöden nach Adlkofen.So konnte unter Löschmeister Hans Mittermeier die 5. Löschgruppe aufgestelltwerden. Fähnrich Erwin Landinger übergab 1974/75 das Tragen der Vereinsfahne anHans Holzner aus Semmelberg, da dieser auch werktags erreichbar ist. Mit Beginndes Jahres 75 übernahm Hans Ostner die 4. Löschgruppe von Löschmeister AntonSchwemmhuber, der diese 14 Jahre anführte. Kurze Zeit später, ab 1. Mai 1975,löste Georg Deubelli Georg Klugbauer als Gruppenführer der 2. Gruppe ab.Klugbauer, welcher drei Jahre später verstarb, führte die Gruppe 20 Jahre.Vorstand Hofbauer und Kommandant Rückl würdigten die Verdienste der beidenLöschmeister bei der Verabschiedung. Nach einer entsprechenden Satzungsänderungwurden mit F. X. Gallecker und Josef Kaspar zwei Vertrauensleute in denVerwaltungsrat gewählt.

 

Erstes Florianifest:

1976 wurde erstmals in derWehr Adlkofen das Florianifest gefeiert. Dabei wird nach einem Gottesdienst zuEhren des Schutzpatrons der Feuerwehren für die verstorbenen Mitglieder am Kriegerdenkmalein Kranz niedergelegt. Unter Blasmusikbegleitung geht man gemeinsam zumGasthaus, wo der Jahrestag der Wehr anschließend stattfindet. Bei dieserFeierstunde stehen Ehrungen und Beförderungen sowie Aussprachen überdienstliche und vereinsmäßige Angelegenheiten an. Das Florianifest ist bisheute ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Feuerwehr. Beimersten Adlkofener Volksfest 1976, das der Trachtenverein einige Jahreveranstaltete, stellte die Wehr die Feuerwache beim Festzelt und übernahm beimBesuch des damaligen Innenministers Zimmermann den Absperrdienst.

 

 

 

 

Eigenständigkeit der Löschgruppe Günzkofen:

Da die LöschgruppeGünzkofen seit jeher eigene Veranstaltungen durchführte und großen Wert aufEigenständigkeit legte, stellte sie den Antrag auf Trennung von derVereinskasse. Nach langen Diskussionen wurde auf einer außerordentlichen Generalversammlungam 9.9.1977 beschlossen, dass der Wehrteil Günzkofen eine eigene Kasse führt.Die 83 Jahre zur FFW Adlkofen gehörende Löschgruppe löste sich schließlich 1978vollends von der Wehr Adlkofen ab und erhielt 1979 durch das Landratsamt dieEigenständigkeit als Freiwillige Feuerwehr Günzkofen zugesprochen. DieEntwicklung zeigt auf, dass dies der Anfang einer gutnachbarlichen Beziehungund reger Zusammenarbeit war.

 

Grillfest der Freiwilligen Feuerwehr:

1978 veranstaltete manerstmals das Grillfest. Als Ort wählte man das Gelände am Santinger Weiher. Beiungünstiger Witterung fand die Veranstaltung in der Garage von LöschmeisterGeorg Deubelli, Santing statt. Aus kleinen Anfängen wurde das Grillfest bisheute eine gern besuchte Veranstaltung in Adlkofen.

 

Ehrung für Hans Rückl und Hans Wagensonner:

Am 1.12.78 waren wiederNeuwahlen. Hans Rückl, der von 1960 an Kommandant war, legte wegen Erreichender Altersgrenze sein Amt nieder. Bürgermeister Haunberger und VorstandHofbauer würdigten ebenso wie die Kreisfeuerwehr des Landkreises die Leistungenvon Herrn Rückl. Als Dank und Anerkennung überreichte Vorstand Hofbauer dieVereinsnadel in Gold, sowie die Urkunde zum Ehrenkommandanten. Auch gab HansWagensonner nach 12 Jahren seine Tätigkeit als Schriftführer ab. Wagensonner,der zudem 22 Jahre Löschmeister war, wurde für seine besonderen Verdienste umdie FFW Adlkofen mit der Vereinsnadel in Silber ausgezeichnet und zumEhrenmitglied ernannt. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Vorstand: F.X. Hofbauer; 1. Kommandant: Manfred Kropp; stellvertretender Kommandant: GeorgDeubelli; Schriftführer: Hans Ostner; Kasse: Ernst Meindl; Revisoren: Ernst J.Schröder und Hans Wagensonner; Vertrauensleute: F. X. Gallecker und MichaelWestermeier.

 

Neuer Kommandant Manfred Kropp:

Der neue Kommandant,Manfred Kropp, der als Ausbilder im schweren Atemschutz bereits sehr viel fürdie Wehr Adlkofen geleistet hatte, ging mit großem Einsatz an die Arbeit. Erbesaß schon alle erforderlichen Lehrgänge und gab sein umfangreiches Wissen andie Wehrmänner in Übungen und Schulungen weiter. Besonderen Wert legte er dabeiauf die Einbindung des schweren Atemschutzes in das sonstige      Übungsgeschehen. Dieser Weg sollte sichals richtig erweisen, da diese Hilfeleistungen bei den Einsätzen ständigzunehmen.

 

Keller unter Wasser:

Die Ausrüstung der Wehrwurde durch die Gemeinde sowie eigene Anschaffungen laufen ergänzt. So erhieltman 1980 eine neue Tragkraftspritze TS8 als Ergänzung zur Vorbaupumpe im LF/8.Ferner wurden eine leistungsfähige Tauchpumpe und kleinere Geräte angeschafft.Von der Notwendigkeit der Gerätschaften konnte sich die Adlkofener Bevölkerungbei einem Wolkenbruch mit Hagel am 5.9.1980 überzeugen. Als zahlreiche Kellerin Adlkofen unter Wasser standen, konnten die Wehrmänner vielen Hausbewohnernhelfen.

 

 

Neue Löschgruppe unter Anton Holzner:

Bei derJahreshauptversammlung 1980 wurde aufgrund des neuen Feuerwehrgesetzes dieSatzung dahingehend geändert, dass künftig Neuwahlen alle fünf Jahre abzuhaltensind. Anton Holzner übernahm als Löschmeister die neu aufgestellte 6.Löschgruppe, mit der man nun eine Stärke von 57 aktiven Wehrmännern hatte.

 

Freiwillige Feuerwehr Adlkofen im Alarmplan des KKI:

Bei der behördlichangeordneten Katastrophenschutzübung „Isar 81“, welche für einen eventuellenStörfall im Kernkraftwerk Isar abgehalten wurde, beteiligte sich auch die WehrAdlkofen. Dabei wurde mit Lautsprecherdurchsagen und Merkblättern dieBevölkerung über Maßregeln bei einem Katastrophenfall im KKI informiert. DieWehr Adlkofen ist bis heute in den Alarmplänen der Kernkraftwerke Isar I undIsar II eingebunden und daher jedes Jahr an Übungen und Informationsveranstaltungenbeteiligt.

 

Neues Löschfahrzeug:

Da das Feuerwehrfahrzeugbereits 18 Jahre alt war und für Atemschutz und sonstiges Gerät keinentsprechender Platz vorhanden war, genehmigte der Gemeinderat der GemeindeAdlkofen den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges. Ausgewählt wurde ein BachertLöschgruppenfahrzeug LF 8 (Mercedes Benz Fahrgestell mit 85 PS Dieselmotor undfeuerwehrtechnischer Beladung sowie zusätzlicher Ausrüstung für techn.Hilfeleistung). Das Fahrzeug verfügt über neun Sitzplätze und einer vom Fahrzeugmotorangetriebenen Vorbaupumpe 8/8. Entgegennehmen konnte man das Fahrzeug imDezember 1981 bei der Fa. Bachert in Bad Friedrichshall. Unter Anwesenheit dergesamten Wehr sowie zahlreicher Ehrengäste wurde das neue Löschfahrzeug am30.01.1982 von H.H. Pfarrer Blümel gesegnet und offiziell seiner Bestimmungübergeben. Vorstand Hofbauer und Kommandant Kropp dankten 2. BürgermeisterEierkaufer, in Vertretung von 1. Bürgermeister Haunberger, und den Gemeinderätenfür den Kauf des Fahrzeuges. Kreisbrandmeister Schulhauser, KreisbrandinspektorStill und Kreisbrandrat Finsterhölzl gratulierten zum neuen Fahrzeug undwünschten allzeit gute Fahrt. Das bisherige Fahrzeug, das noch voll funktionstüchtigwar und sich in einwandfreiem Zustand befand, verrichtet noch heute seinenDienst bei unserer Nachbarwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Deutenkofen, unseremPatenverein.

 

Neues Gerätehaus geplant:

Im Zuge der Planung füreinen Bauhof der Gemeinde sowie eines neuen Feuerwehrgerätehauses an derFrauenberger Straße, das Grundstück für die beiden Objekte hatte die Gemeindeerstanden, wurde die Wehr um eine Raumbedarfsplanung gebeten. Kommandant Kropperstellte hierfür notwendige Unterlagen nach DIN-Norm, da nur diesezuschussfähig sind.

 

Neue Fahne soll angeschafft werden:

Im Verwaltungsrat bestandenschon lange Überlegungen zur Anschaffung einer neuen Vereinsfahne. AlsGelegenheit bot sich das 90jährige Gründungsfest, das 1985 stattfinden sollte.Zur Finanzierung der Fahne bestand bereits ein Sonderkonto, welches durchSpenden und dem Erlös der Grillfeste einen ansehnlichen Betrag enthielt.

 

Rege Übungstätigkeit:

Die Gruppen der aktivenWehr stellten sich 1983 der Leistungsprüfung und erhielten dieLeistungsabzeichen Silber bis Gold-grün. Die Ausbildung dazu lag in den Händendes Kommandanten Kropp. Ferner wurden Gemeinschaftsübungen mit den benachbartenWehren unter Einbeziehung des schweren Atemschutzes abgehalten. Hans Betzbesuchte den Grundstufenlehrgang an der Feuerwehrschule Regensburg, Hans Ostnerden Lehrgang für techn. Hilfeleistung.

 

Die Feuerwehr als „Mädchen für alles“:

Dass die Wehrmänner nichtnur mit Spritze und Feuerlöscher umgehen können, beweist das Jahr 1983. nebendem Holen eines Kätzchens von einem Baum, dem Entfernen von Hornissen aus einemSpeicher, hatte man es auch mit größeren Tieren zu tun. So mussten in Birnkofendrei Bullen eingefangen werden, die in einem Maisfeld umherirrten.Öffentlichkeitsarbeit leistete die Wehr bei Löschvorführübungen, Vorträgen undder Organisation von Feuerlöschüberprüfungen. Vereinsmäßig wurde 1983 ebenfallsviel getan. So beteiligte man sich am 25jährigen Priesterjubiläum von H.H.Pfarrer Blümel, dem 75. Geburtstag der Fahnenmutter Rosalie Deubelli und dem65. Geburtstag von Ehrenmitglied Hans Wagensonner. Das Florianifest wurdeerstmals an einem Samstagabend abgehalten, was allgemeine Zustimmung fand. DieFam. Deubelli, Santing stellte wie jedes Jahr den Platz für das Grillfest zurVerfügung.

 

Ehrung für F. X. Hofbauer und Ernst Meindl:

Bei den Neuwahlen am 02.12.1983stellten Vorstand Hofbauer, Kommandant Kropp, Schriftführer Ostner und KassierMeindl ihr jeweiliges Amt zur Verfügung. F. X. Hofbauer, der 23 Jahre Vorstandder Wehr war und zudem in den Jahren 1960 – 1972 das Amt des 1. Bürgermeistersvon Adlkofen bekleidete, stellte in seinem Tätigkeitsbericht die Entwicklungder Feuerwehr Adlkofen während seiner Vorstandschaft heraus. Neben einerbesonderen Ehrung durch die Gemeinde wurde er zum Ehrenvorsitzenden der FFWAdlkofen ernannt. Für die hervorragenden Verdienste um die Feuerwehr und denFeuerschutz wurde ihm die Vereinsnadel in Gold verliehen. Neuer Vorstand wurdeEhrenkreisbrandmeister Josef Schulhauser, der bereits seit Jahrzehnten sehr engmit der Wehr Adlkofen verbunden war. Kommandant Kropp, der aus beruflichenGründen auf eine Wiederwahl verzichten musste, wurde von Hans Betz abgelöst.Kommandant Kropp, der in den fünf Jahren seiner Tätigkeit sehr viel für dieFeuerwehr Adlkofen geleistet hatte, blieb der Wehr als Schriftführer erhalten.Die Aufgabe des stellv. Kommandanten hatte weiterhin Georg Deubelli inne. ErnstMeindl, der elf Jahre als Kassier tätig war, wurde von Georg Dechant abgelöstund mit der silbernen Vereinsnadel geehrt. Zu Revisoren wurden Ernst J.Schröder und Ernst Meindl bestellt.

 

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Adlkofen:

Mit Beginn des Jahres 1984machte sich der neue Verwaltungsrat sogleich an die Arbeit, standen doch nebenden üblichen Vereinstätigkeiten auch erste Vorbereitungen für das 90jährigeGründungsfest 1985 an. So wurde der Termin auf den 14. – 16.6.1985 festgelegtund ein Festausschuss mit dem bewährten Festleiter Hans Wagensonner gebildet.Fahnenmutter wurde Frau Wally Deubelli, die Gattin des 2. Kommandanten GeorgDeubelli. Die Aufgabe des Patenvereins übernahm die Freiw. FeuerwehrOberaichbach, als Schirmherr konnte der damalige Landrat Hans Geiselbrechtingergewonnen werden. Beim Fest musste sich der Landrat wegen Krankheit von seinemStellvertreter, 2. Landrat Ludwig Meyer vertreten lassen. Bei der Beerdigungvon Herrn Landrat Geiselbrechtinger, der im Alter von 63 Jahren am 27.7.1985verstarb, beteiligte sich eine Fahnenabordnung der Wehr Adlkofen.

 

 

 

90jähriges Gründungsfest:

Das Vereinsjahr 1985 wargeprägt vom 90jährigen Gründungsfest mit Weihe der neuen Vereinsfahne vom 14.bis 16. Juni. Gefeiert wurde in der soeben fertig gestellten Hallte desGemeindebauhofes, welche von der Gemeinde dankenswerterweise zur Verfügunggestellt wurde.30 geladene Vereine und Verbände aus dem Gemeindebereich und dernäheren Umgebung waren erschienen, um das Jubiläum mit der Feuerwehr Adlkofenzu begehen. Für den Jubelverein war dies ein Höhepunkt in derVereinsgeschichte. Beste Organisation, gutes Wetter und eine überschaubareGröße der Veranstaltung ließen das Fest zu einem großen Erfolg werden.

 

Neues Gerätehaus fertig gestellt:

Im gleichen Jahr konntenoch das neue Gerätehaus auf dem Bauhofgelände bezogen werden. Es verfügt überzwei Fahrzeug-Stellplätze, eine Schlauchwasch- und Trockenanlage, Sanitärräumesowie einen Schulungsraum für ca. 60 Personen. Die Inneneinrichtung,Reinigungs- und Pflasterarbeiten wurden in Eigenleistung der Wehrmännererstellt. Am 3.10.1986 wurde das Gerätehaus gemeinsam mit dem Gemeindebauhofunter großer Beteiligung von Gästen aus der Gemeinde und dem Landkreis als auchder gesamten Wehr eingeweiht. Bürgermeister Eierkaufer übergab offiziell dieneue Wirkungsstätte an Vorstand Schulhauser und Kommandant Betz und wünschtegleichzeitig viel Freude und angenehmes Arbeiten. Als Vertreter der Wehrbedankten sich Vorstand und Kommandant beim Bürgermeister, dem Gemeinderat, demArchitekten sowie den Zuschuss gebenden Stellen für den gelungenen Bau. DieVerwaltungssitzungen, Schulungen und Zusammenkünfte der Wehrleute findenseither im eigenen Schulungsraum statt.

Die Wehrmänner leistetenseit 1986 wieder zahlreiche Einsätze und Übungen, daneben beteiligten sie sichrege am Vereinsleben in Adlkofen, wobei die Primiz von Pater Manfred Oßner inGünzkofen besonders zu erwähnen ist. Zu nennen ist weiterhin das 25jährige Gründungsfestdes DJK-Sportvereins Adlkofen und die Einweihung der Marienkapelle inBirnkofen.

 

Albert Hubauer zum Ehrenmitglied ernannt:

1987 beendeteHauptlöschmeister Albert Hubauer seinen aktiven Feuerwehrdienst wegen Erreichender Altersgrenze und übergab die 3. Löschgruppe vorübergehend an Manfred Kropp.Dieser führte sie, bis Wolfgang Kleeberger den Lehrgang an der FeuerwehrschuleRegensburg absolviert hatte. Für seine besonderen Verdienste um die Feuerwehrwurde Albert Hubauer zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Adlkofenernannt.

 

Einrichtung wird laufend ergänzt:

Die Übungen, insbesondereAtemschutzaus- und Fortbildung sind durch die neuen Räumlichkeiten wesentlichangenehmer und leichter abzuhalten, was bei den Wehrmännern und Führungskräftenneuen Eifer und Einsatzbereitschaft weckte. Die Inneneinrichtung von Gerätehausund Schulungsraum wurde durch Eigenleistung laufend ergänzt, was ein großerVerdienst von Manfred Kropp ist. Das alljährliche Grillfest der Wehr findetseit der Fertigstellung des Gerätehauses auf dessen Vorplatz auf demBauhofgelände statt.

 

Ehrenmitglied, Altbürgermeister Haunbergergestorben:

Am 26.1.1988 starb derehemalige Bürgermeister der Gemeinde Adlkofen und Ehrenmitglied unsererFeuerwehr, Josef Haunberger im Alter von 66 Jahren. Ebenfalls zu Grabe geleitenmussten 1988 die Kameraden der Feuerwehr die beiden Ehrenkommandanten JohannRückl und Josef Pointner. Die Fahnenabordnung und eine große Anzahl Wehrmännerbeteiligten sich an den Beerdigungen ihrer verdienten Männer.

 

Georg Gerner neuer KBR:

Zum neuen Kreisbrandrat unddamit obersten Chef der Feuerwehren im Landkreis Landshut wurde Ende 1988 GeorgGerner gewählt. Er löste den aus Altersgründen ausscheidenden Georg Gahr ab.

 

Fasching 1989 in Adlkofen:

Beim Faschingskirta, dendie Ortsvereine von Adlkofen veranstalteten, stellte die Wehr ihr neuesumweltfreundliches Tanklöschfahrzeug erstmals der erstaunten Öffentlichkeitvor. Es war ein mit Bier beladenes Heuwagerl, welches von zwei Wehrmännerngezogen wurde. Es wurde beim Umzug durchs Dorf auf Kapazität und Leistungsstärkegetestet, wobei Kommandant Betz der Maschinist war.

 

Keller erneut durch Unwetter geflutet:

Noch feuchter ging es zu,als ein Unwetter am 8. Juli 1989 abermals zahlreiche Wohn- und Kellerräume in Adlkofenüberflutete. 30 Wehrmänner aus Adlkofen und den umliegenden Wehren warenstundenlang im Einsatz, um die Mitbürger von den Fluten zu befreien.

 

Neue Gruppenführer für die Wehr:

Nachdem die verdientenOberlöschmeister Josef Pointner und Hans Mittermeier ihren aktiven Dienst alsGruppenführer bei der Wehr beendeten, absolvierten Josef Seimel und HansLangmeier die Gruppenführerausbildung an der Feuerwehrschule Regensburg.Langmeier wurde neuer Gruppenführer der 1. Gruppe. Seimel übernahm die 5.Löschgruppe. Manfred Kropp, der den schweren Atemschutz in Adlkofen einführteund die gesamte Ausbildung und Betreuung innehatte, gab diese Aufgabe an AloisWinter ab.

 

24.11.1989 Generalversammlung mit Neuwahlen:

Nachdem der Turnus derWahlen wieder auf sechs Jahre erhöht wurde, standen 1989 wieder Neuwahlen an.Vorstand Schulhauser und Kommandant Betz brachten bei ihrenRechenschaftsberichten die umfangreiche Tätigkeit im letzten Jahr und in derabgelaufenen Wahlperiode zum Ausdruck. So berichtete Kommandant Betz unteranderem von zahlreichen Übungen, Leistungsprüfungen sowie 47 Einsätze, welchezu zwei Dritteln aus technischer Hilfeleistung bestanden. Vorstand Schulhausererwähnte die vereinsmäßigen Veranstaltungen wie Florianifest, Grillfeier,Faschingsball und Vereinsausflug. Ferner bemerkte er, dass die Vorstandschaftbei Krankenbesuchen ebenso vertreten ist, wie bei runden Geburtstagen oderHochzeiten der Mitglieder. Schulhauser, der sich nicht mehr zur Wahl stellte,dankte allen für die gute Zusammenarbeit und wünschte dem künftigen Vorstandalles Gute. Die folgenden Wahlen brachten folgendes Ergebnis:

 

         1. Vorstand:                       JosefZehetbauer

         1. Kommandant:                 Johann Betz

         2. Kommandant:                 Anton Holzner

         1. Kassier:                          GeorgDechant

         2. Kassier:                          HansOstner

         Schriftführer:                           AndreasKolbeck

         Kassenprüfer:                  Manfred Kropp und Paul Weindl

         Vertrauensleute:             F. X. Gallecker und Josef Nickl

 

Der neue Vorstand KreisratJosef Zehetbauer dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und rief alleMitglieder zur weiterhin guten Zusammenarbeit auf. KBI und KBM lobten den hohenAusbildungsstand der Wehr, welcher durch regelmäßig durchgeführteLeistungsabzeichen und eifrige Übungstätigkeit weiter erhöht wird. Mit dem Dankan den scheidenden Vorstand Schulhauser und dem Ausblick auf die kommendenAufgaben schloss die Generalversammlung.

 

Orkan „Wiebke“ tobt über Adlkofen:

Am 1.3.1990 wütete derOrkan „Wiebke“ über weite Teile Europas und richtete auch im GemeindegebietAdlkofen große Schäden an Gebäuden und insbesondere den Wäldern an. DieFeuerwehr Adlkofen musste an diesen Tagen insgesamt 16 Mal ausrücken, umStraßen und Plätze von umgestürzten Bäumen oder sonstigen Hindernissen zubefreien.

 

2-Tages-Ausflug der Feuerwehr:

Nachdem bisher alljährlichein eintägiger Feuerwehrausflug stattfand, entschloss man sich, 1991 zwei Tagewegzufahren. Da der Zweitagesausflug sehr großen Anklang fand, wurde er bisheute beibehalten. Ebenso findet seit einigen Jahren eine „Fahrt in Blaue“statt, an der sich ebenfalls die Wehrmänner rege beteiligten.

 

Georg Dechant neuer Gruppenführer:

Der langjährige 2.Kommandant und Oberlöschmeister Georg Deubelli übergab die Führung der 2. LöschgruppeAnfang 1992 an Georg Dechant, welcher sich bereits 1991 zum Gruppenführerausbilden ließ. F. X. Gallecker, nunmehr 1. Bürgermeister der GemeindeAdlkofen, kandidierte nicht mehr als Vertrauensmann bei der Jahreshauptversammlung1991. Für ihn wurde Josef Diewald gewählt.

 

Ehrenfahnenmutter Rosalia Deubelli gestorben:

Am 25.8.1991 verstarb dieEhrenfahnenmutter der Freiwilligen Feuerwehr Rosalia Deubelli aus Santing imAlter von 84 Jahren. Die Wehr Adlkofen beteiligte sich zahlreich an ihrerBeerdigung.

 

Großübung im Kröninger Forst:

Am neuenNato-Munitionsdepot Kröninger Forst übten die Wehren der Gemeinde Adlkofen undUmgebung im Mai 1992 den Ernstfall. Dabei ging es in erster Linie um dasKennenlernen der Örtlichkeit und der Zufahrtswege. Brandgefahren herrschen dabeiin erster Linie an den Kraftstoffzapfstellen und Tankanlagen, da in diesem Lagernur Treibstoff und geringe Mengen konventioneller Munition lagern. Da sämtlicheEinrichtungen bestens brandgeschützt und abgesichert sind, ist diehauptsächliche Aufgabe der Wehren, die umliegenden riesigen Waldflächen imBrandfall abzuschirmen. Die Wehrmänner konnten sich davon überzeugen, dass diebefürchtete Gefährdung der Bevölkerung in den umliegenden Ortschaften nichtgegeben ist.

 

Neue Tragkraftspritze angeschafft:

Neben einigen Kleingerätenwurde 1993 eine neue Tragkraftspritze TS/8 durch die Gemeinde angeschafft. Dasmoderne Gerät, welches über einen Elektrostarter verfügt, ersetzt die bisherigeTS/8, welche vom Gemeindebauhof zum Entleeren von Badeweihern und Klärbeckenbenötigt wurde.

Alois Dechant löst Hans Ostner ab:

Oberlöschmeister HansOstner beendete 1993 seinen aktiven Dienst in der Feuerwehr Adlkofen, wo erseit 1975 die 4. Löschgruppe führte. Ostner galt bei der Verabschiedungbesonderer Dank, da er wie wenige Wehrmänner zusätzlich viele weitere Aufgabenbewältigte. So war er von 1978 – 1984 Schriftführer der Wehr und betreute seitBestehen des neuen Gerätehauses den Schulungsraum. Außerdem errichtete erzahlreiche Einrichtungsgegenstände, wobei Fahnenschrank und Schallschutzdeckebesonders zu erwähnen sind. Da Hans Ostner auch als 2. Kassier fungierte wurdedas Kassenwesen bei der Jahreshauptversammlung neu besetzt. Dabei wurden KarlHaupt zum 1. Kassier und Georg Dechant zum 2. Kassier gewählt. Die Führung der4. Löschgruppe sowie den Unterhalt des Schulungsraums übernahm alsdann AloisDechant.

 

Vorbereitungen zum Hundertjährigen:

Erste Gedanken über dieGestaltung des 100jährigen Gründungsfestes machte sich die Vorstandschaft derFeuerwehr unter Vorstand Zehetbauer, welcher auch als Festleiter fungiert,bereits 1993, als man Termin und Umfang der Feierlichkeiten festlegte. Nach derZusage der Gemeinde, die Bauhofhalle für das Fest am 7. – 9. Juli 1995 wiedernutzen zu dürfen, konnte man weitere Vorbereitungen treffen. Bürgermeister F.X. Gallecker, viele Jahre aktiver Feuerwehrmann und Mitglied des Verwaltungsrates,übernahm die Schirmherrschaft und sagte persönliche und seitens der Gemeindegrößtmögliche Unterstützung zu. Als Festkapelle konnte die BlaskapelleFrauenberg verpflichtet werden. Sie gilt als Garant für gute Stimmung und unverfälschtebayerische Blasmusik. Kostproben davon bekommen wir jedes Jahr beimFlorianifest zu hören, wo die Blaskapelle Frauenberg aufspielt.

 

Gründungsstandarte erhält Aufgabe zurück:

Um unsere wertvolleGründungsstandarte vor dem Verfall zu bewahren, regte Vorstand Josef Zehetbauerdie Restaurierung dieser an. Wann die rote Samtstandarte mit dem aufgesticktenGründungsjahr 1895 gekauft und geweiht wurde, ist nicht bekannt. Da aber dieGemeinde Adlkofen 1899 ein Trauerband bestellte, geht man  ebenfalls vom Jahr 1899 aus. Hergestelltwurde die Standarte bei der Fahnenstickerei M. Wagner in Landshut. Sie wurdebis 1951 bei den Veranstaltungen der Wehr mitgetragen und war Symbol fürZusammengehörigkeit. Nach 1951, als die Wehr Adlkofen eine neue Fahneanschaffte, war sie lange Zeit bei der Löschgruppe Günzkofen. Nachdem sie nunbestens restauriert wurde, erhält sie beim 100jährigen Gründungsfest ihren kirchlichenSegen und wird bei besonderen Anlässen der Wehr mitgetragen werden.

 

Festmutterbitten am 24.9.1994:

Als es darum ging, wer beimGründungsfest Fahnenmutter sei, votierte der Verwaltungsrat einstimmig, dieseehrenvolle aber auch schwierige Aufgabe der Frau des 2. Kommandantenanzutragen. So kamen der gesamte Verwaltungsrat, der Schirmherr undEhrenmitglieder am 22.9.1994 bei der Familie Holzner zusammen, um Maria Holznerdieses Anliegen vorzubringen. Nach einem Umtrunk trug Vorstand Zehetbauer dasfolgende, von Vereinsdichter Hans Kargl in Versform gebrachte Bittgesuch vor:

 

 

 

 

Festmutterbittn

 

Wias olle wißts – nächstesJohr – des is scho boid

weat d´Feiweah 100 Johr oid.

Des gheat gfeiat, des iswahr,

des glab i is an jedn klar.

 

Damit a so a Fest gelingt

und olles sche harmonischschwingt,

damits a kriagt an schenaRahmen,

drum muaß ma do vui vorausplanen.

 

Bei uns in Bayern is desBrauch

ihr liabn Leit, ihr wißtsdes auch,

dass, wenn a Gründungsfestosteht

ohne Festmuatta gornixgeht.

 

An tiefren Sinn i do drinseh,

denkts mit, dann kinntsn avorsteh:

A Muatta is, de tuat undschaut,

damit oiß guat laft und oißhihaut.

 

So hot se gsteut, füa unsdie Frage

es war net leicht, `s warfast a Plage:

„Wea kon des macha guat undfei,

wea soi de Muatta füas Festsei?“

 

So ham mia lange Ausschaughoitn,

d`Stirn hot se gor glegt inFoitn,

neamt liegt se fest, neamttuat se versteifen,

und man lasst des Ganze langsamreifen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doch mit lautan Schaun, dofoit da Blick,

fast es wia aus einemStück,

auf a Frau, de is ganzgwandt

und vom 2. Kommandant.

 

Des san zwoa Leit, do konstde gfrei,

setzn se füa d`Feiweah festei,

ham oiwei füa d`Weah wos übrigund wos z`toa,

des is bekannt in da ganznGmoa.

 

Drum liabe Maria san miaheit in eira Mittn,

und tan di herzlich darumbittn,

es tat uns gfrei und es warsche,

wenn du als Festmuatta unstatst beisteh.

 

Sog ja, dann is oiß inButta,

dann bist du unsereFestmutter,

und vom gesamten Verwaltungsrat

is dann koana mea rechtfad.

A da Schirmherr tat segfrei,

drum is dea heit a dabei.

Ebenso, sie san ned z`wida,

die Ehernvorstände und die Ehrenmitglieder.

 

Sog ja, des war füa uns desbest`

Und es kannt gelingen unsa Fest.

 

 

Hans Kargl

 

 

 

 

  

Großen Beifall gab es dann,als Maria Holzner dem Verein das ersehnte Jawort gab. Bei reicher Bewirtungdurch die Familie Holzner saß man bis in die frühen Morgenstunden beisammen, umdas erfolgreiche Festmutterbitten zu feiern.

 

Patenbitten am 04.03.1995:

„Warum wohl in die Ferneschweifen, liegt das Gute doch so nah.“

So dachtesich die Vorstandschaft als man auf die Suche nach einem Paten für das100jährige Gründungsfest ging. Der nächste Nachbar, die Freiwillige Feuerwehraus Deutenkofen, wäre der richtige „Göd“, weil man mit denen schon immer eingutes Verhältnis hatte und immer gerne zusammenarbeitete. So begab sich dieganze Feuerwehr Adlkofen mit Schirmherrn, Festmutter und den Festdamen insVereinslokal der Deutenkofener nach Blumberg, um Hand anzuhalten für dieÜbernahme der Patenschaft. Mit einer Musikkapelle und dem GstanzlsängerBernhard Westermeier zur Unterhaltung sowie einem kleinen Faß Bier, einigenWürsten und Brot hoffte man, das Einverständnis der Deutenkofener Wehmänner schnellzu erreichen. Doch es kam anders. Die Deutenkofener konnten über das Gebotenenur lachen und forderten wesentlich mehr. Selbst der von der Festmuttermitgebrachte zwei Meter lange Kuchen half nichts. Erst drei gebratene Spo`saumit Knödel und Kraut und das Scheitlknien von Festmutter und Vorstandschaftmachte die Wehrmänner aus Deutenkofen weich und sie gaben das „Ja“ zurÜbernahme der Patenschaft. Bei Freibier vom Schirmherrn und dem gemeinsamenEssen, welches von der Fahnenmutter gestiftet wurde, klang das Patenbitten zuspäter Stunde aus.

 

 

Termine der Mannschaft:

   

Monatsübung Oktober

Donnerstag, 27.10.2016 

19 Uhr, Gerätehaus 

Funkfahrt 2. Gruppe

Donnerstag, 03.11.2013

19 Uhr, Gerätehaus 

Erste-Hilfe-Unterweisung

Freitag, 04.11.2016

19 Uhr, Schulungsraum

Jahreshauptversammlung

Freitag, 18.11.2016 

20 Uhr, Gasthaus Westermeier

Monatsübung November

Donnerstag, 24.11.2016 

19 Uhr, Gerätehaus    

 
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